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Wolfgang Zamastil & Continuum (Deutsch)

Die Formation continuum wurde 2001 von dem Cellisten und Komponisten Wolfgang Zamastil in Berlin gegründet, damals mit der Intention, dass man den Tango Nuevo weiterführen und in Verbindung mit zeitgenössischer Musik ein neues Feld betreten bzw. bedienen kann. Die ständig zunehmende Beschäftigung der Mitglieder und vor allem des Komponisten mit der zeitgenössischen Musik in allen Bereichen führte zu einer für sie neuen Ästhetik, die nun die Basis der Musik von Continuum darstellt.

Das Livekonzept beinhaltet neben den üblichen Dingen, wie Audio - Livemischung, Lichttechnik und räumlicher Unabhängigkeit auch - wenn möglich - die Auflösung der Konzertsaal-Situation. Dem Hörer soll nichts aufgezwungen werden, er soll die Möglichkeit haben, zu sitzen, zu liegen oder auch: sich frei innerhalb des Saals zu bewegen.

Die Konzerte sind audiovisuell ausgerichtet: Auf der Bühne sieht man neben den Musikern Bild - und Filmmaterial, das als Teil der Partitur die kompositorischen Konstrukte visuell umsetzt und daher Hand in Hand mit dem Audiomaterial geht.

Die Realisierung des Klangbildes auf der Bühne wird unter anderem durch die Vorzüge der Live - Tontechnik ermöglicht. Akustisch nahezu Unhörbares, wie bestimmte Geräusche oder Spieltechniken werden hörbar oder gar als Hauptobjekt bestimmter Abschnitte hervorgehoben. Eine wesentliche Rolle dabei spielt die Klangästhetik der Popularmusik in den 60er und 70er Jahren.

(English)

The ensemble continuum was founded in Berlin in 2001 by the cellist and composer Wolfgang Zamastil, originally with the intention of further developing the musical style of the Tango Nuevo and of supporting as well as initiating new directions in this latter style of music by combining it ever more closely with other contemporary musical styles. In the intervening years, however, the members of the ensemble, and above all its founder and composer, have deepened their engagement with contemporary music in all its – “classical“ and “popular“ – forms, so that their collective work is now guided by an aesthetic different from the one they began with and continuum makes music today on a new and altered foundation.

The “live concept” involves - besides all the usual points of difference from the “studio” situation, such as live audio mixing, light effects and greater spatial freedom – also, most particularly, the aspiration to dissolve the limits imposed by the typical “concert hall“ situation. The aim is that nothing at all should be imposed on the listener; he or she should have the freedom to sit, to lie down, or even to move about freely within the auditorium

The concerts are designed as audio-visual experiences. Present on the stage beside the musicians will be various still and moving images forming an actual element of the score and helping, hand in hand with the auditory elements of the performance, to visually supplement and complete the full realization of the compositional constructions.

An important role is played in the actualisation, on stage, of the total tonal construction by the special qualities of “live tone” technology. Elements of the total sound-picture which, under normal circumstances, would barely be audible – such as certain faint noises or certain nuances in the playing of the instruments – here become clearly audible, indeed even the central auditive elements of certain passages. A key role is played here by the tonal aesthetic established by the popular music of the 60’s and 70’s.

Continuum sind

Wolfgang Zamastil: Violoncello/Komposition/Konzept, Ruth Velten: Saxophon, Silke Lange: Akkordeon, Dunja Robotti: Klavier, Stephan Bleier: Bass, Felix Dreher: Klangregie, Patrick Müller: Visualisierung

Gäste/frühere Mitglieder

Niko Resa: Klavier (Inicio, Vueltas), Michael Rauter: Cello (a la inmensa minoria), Matthias Engler: Percussion (a la inmensa minoria), Alexander Glücksmann: Klarinette (a la inmensa minoria), Rene Mayr: E-Bass (aguacil), Louisa Barry: Stimme (a la inmensa minoria), Birgitta Zamastil (Inicio), David Danzmayr (Inicio), David Hausdorf (Vueltas - Elektronikberatung)

Wolfgang Zamastil

1981 in Salzburg geboren, studierte am Mozarteum Violoncello bei W. Tachezi und C. Hagen. 1996 - 1999 leitete er das Tango Nuevo Ensemble 'anochesido', für das er über dreißig Arrangements vom traditionellen Tango bis in die Gegenwart schrieb. 1999 Abitur, dann Ortswechsel nach Berlin, Beginn des Violoncellostudiums bei M. Sanderling, ab 2003 bei J.P. Mainz. Gründung des Ensembles für gegenwärtige Musik 'continuum', das ausschließlich seine Kompositionen spielt. Mitwirkug bei verschiedenen zeitgenössischen Formationen.

Von 2000 bis 2006 Kompositionen für seine Formation, Streichquartett, Klaviertrio, großes Orchester, Vokalmusik - mit oder ohne Live-Elektronik, Filmmusik für drei deutsche Kurzfilme, zwei Projekte mit dem Schweizer Choreographen H.K. Aebli in Berlin und im Brucknerhaus Linz/Österreich mit dem Choreographen J. Randolf und der Tanzgruppe xIda.

2004-2006 unterstützt die spanische Künstlerstiftung 'Fundacion Promète' die Cd-Produktionen 'a la inmensa minoria' und 'aguacil' (Eigenkompositionen für continuum). Kompositionskurse für Kinder und Jugendliche an Konservatorien und Musikschulen in Spanien, Österreich und Deutschland. Mitwirkung im DSO Berlin.

2004 u. 2005 Mitwirkung beim Luzern Festival unter Pierre Boulez, kammermusikalisch und im L.F. Academy - Orchestra . Unterricht bei Mitgliedern des Ensembles Intercontemporain. Arbeit mit H.Lachenmann und H. Birtwhistle. 2005 Solo - Debut im Grossen Saal des Mozarteums Salzburg mit Schostakowichs 1. Cellokonzert. (Junge Philharmonie Sbg).

Zusammenarbeit mit dem Musikverlag Varner/München, Veröffentlichung zahlreicher Kinderliteratur (www.musikvarner.de). Im Sommer 2005 Violoncello - Diplom an der UdK Berlin mit Auszeichnung. Kompositionskurse für Kinder in Spanien (Logrono, La Rioja), Österreich (Salzburg) und Deutschland (Berlin).

2005/2006 Stipendium an der Internationalen Ensemble Modern Akademie, enge Zusammenarbeit/Konzerte mit - und Unterricht beim Ensemble Modern. Als Interpret Arbeit mit diversen gegenwärtigen Komponisten , darunter Marc Andrè, S. Haddad, H. Lachenmann, W. Zimmermann u.a. Konzerte im ZKM Karlsruhe, beim Stuttgarter 'World New Music Festival', der Reihe 'Avance' in Mainz, 'Märzmusik' in Berlin, Darmstädter Ferienkurse u.v.a. Auftragswerke für Rainer Nova (RSO Wien), Bert Hellinger, W. Danzmayr (ORF Salzburg) und für das Kammerorchester Concerto Dresden (Uraufführung in der Semperoper im November 2006).
Mehr zu Wolfgang Zamastils Projekten unter www.zamastil.de